Ein Cantautore der ersten Stunde

Tonino Castiglione

Tonino bleibt auch in seinen neuen Liedern der schmunzelnde, glatzköpfige Cantautore, der sich auf der Gitarre selbst begleitet.

Wer heute dem Fremden gegenüber mit Neugierde und Freundlichkeit tritt, wird selbst zum Fremden. So ergeht es Tonino Castiglione, dem in Basel lebenden Cantautore. Der Italiener fühlt sich dem Land gegenüber, aus dem er stammt, dessen reiche kulturelle Tradition er verinnerlicht und mit nach Basel gebracht hat, zunehmend fremd. Er ist irritiert ob der rassistischen Töne, die nicht nur in Italien, sondern vermehrt in ganz West- und Osteuropa wie in den USA salonfähig, ja alltäglich geworden sind. Er ist irritiert, wie der alte Kontinent seine eigene künstlerische und philosophisch-aufklärerische Tradition verrät, sie schlicht ignoriert.
Sich fremd fühlen, birgt immer auch ein Stück Einsamkeit in sich, und das gehört mit zu Toninos Biographie. Er, der ein Cantautore der ersten Stunde ist, hat sich in seinen Liedern schon immer damit auseinandergesetzt.
In seinem neuen Programm Coraggio e fortuna (Mut und Glück) stellt er dem sich neu verbreitenden Rassismus und der damit verbundenen Ausgrenzung des anderen seine Menschlichkeit entgegen, die dem Fremden interessiert und freundlich gegenüber tritt. Er empfindet mit den Flüchtlingen, die heute auch auf der Suche nach einem Überleben in Menschenwürde nach Europa kommen; er fragt nach ihren Gefühlen, ihren Sehnsüchten, ihren Ängsten.
Mit hintergründigem Witz, mit Schalk und verspielter Sprachkunst sowie seinem ungebrochenem Glauben an die Menschlichkeit singt er vorm Fremden in fremden Landen wie im eigenen, singt er von Mut und Glück, von Klugheit und Vertrauen, von Empathie und Liebe.

Ticketpreise: CHF 25/35/45

Bühne: TABOURETTLI

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